1. Gibt es Zusatzkosten?

Gage ist oft nicht gleich der Endpreis! Um sicherzustellen, dass man nicht unerwartet mehr bezahlen muss als ausgemacht, sollte man sich unbedingt über die Zusatzkosten informieren und das Kleingedruckte im Vertrag gut durchlesen. Hochzeitsbands kommen oft aus anderen Bundesländern und haben mehrere Stunden Anfahrt. das verlangt natürlich Fahrtkosten die gedeckt werden müssen. Sofern die Fahrtkosten nicht schon im Preis enthalten sind, sollte man unbedingt nachfragen. Man sollte auch nach der Unterbringung der Bandmitglieder fragen, da man sich zumeist laut Vertrag zur Verpflegung (auch Essen und Getränke) der Bandmitglieder verpflichtet. Nicht immer sind PA und Lichtanlagen im Preis enthalten. Sollte die Band selbst das Equipment ausgeliehen haben, könnte es zu Mehrkosten kommen. Also wichtig: bevor eine Engagementvereinbarung unterzeichnet wird folgende Frage stellen: „Welche Zusatzkosten kommen auf uns zu?“

   2. Die Playlist…

Das wichtigste an der gewählten Hochzeitsband ist mitunter sicher der Stil! Welche Genre bietet die HZB für die Unterhaltung an? Am sichersten ist es eine Band zu buchen die man bereits „LIVE“ gehört hat, denn dann gibt es weniger böse Überraschungen! Jedoch raten wir sich persönlich vom Angebot zu überzeugen, indem man nach der „Playlist“ oder „Setlist“ fragt. Das ist vor allem wichtig, wenn man sich einen Schwerpunkt wünscht. Sonst kann es schon mal vorkommen, dass die Band versichert auch z.B. Rock-Nummern im Repertoir zu haben und dieses angegebene Repertoir nach 2 Nummern erschöpft ist. Mit einem Blick auf die „Playlist“ kann man Unerwünschtes streichen und unbedingt Erwünschtes unterstreichen! Eine professionelle Hochzeitsband hat nichts zu verbergen und sollte diesen Service selbstverständlich anbieten!

   3. Was passiert wenn Bandmitglieder ausfallen?

Musiker sind natürlich auch nur Menschen und können auch mal krank sein. Am schönsten und wichtigsten Tag im Leben eines Brautpaares gibt es nur ein Motto „The show must go on“! Damit so ein Vorkommnis nicht die gesamte Idylle zerstört, muss unbedingt vorher klar sein, was in so einem Fall passiert! Sucht diesen Punkt aus der Engagementvereinbarung und sprecht ihn an. Stellt Fragen wie: „Was passiert wenn der Sänger/die Sängerin ausfällt?“. Nicht alle Bands sind vertrauenswürdig, leider. Sollte dieser Punkt im Vertrag nicht aufgelistet sein, besteht noch mehr Grund zur Skepsis! Ein ausgefallenes Bandmitglied, das nicht zur Hochzeit erscheint, muss selbstverständlich nicht von euch bezahlt werden! Tatsächlich findet sich manchmal ein Unterpunkt unter dem Unterpunkt in dem es heißt: „Bei Ausfall eines oder mehrerer Bandmitglieder ist die vereinbarte Gage der vollen Besetzung zu bezahlen.“ Das ist absolut unprofessionell und inakzeptabel. Wir raten: sucht euch eine andere Band! Professionell wäre, dass die Band sich verpflichtet, im Falle eines Fernbleibens eines Bandmitglieds aus welchen Gründen auch immer, für EBENBÜRTIGEN ERSATZ zu sorgen! Es muss eine selbstverständliche Bereitschaft spürbar sein, euren Tag in jeder Hinsicht zu retten!

   4. Was passiert sollte die Tonanlage versagen?

 Wir wollen hier natürlich keine skeptischen Kunden erziehen, das wäre auch nicht in unserem Sinne, aber die Frage ist doch berechtigt? Im Optimalfall erscheint die Wunschband vollzählig und rechtzeitig an der Hochzeitslokation. Die Wahrscheinlichkeit, dass das technische Equipment nicht mitspielt ist zwar gering, aber eine gebuchte Band ohne Ton? Eine mittlere Katastrophe! Nein, man kann von der Band nicht erwarten eine zweite PA mitzuführen oder überhaupt Equipment in doppelter Ausführung. Aber man kann und sollte diesen Punkt unbedingt ansprechen um einen Eindruck von der Motivation der Band an sich zu gewinnen. Die richtige Antwort wäre: „Wir werden von euch gebucht um auf eurer Hochzeit zu spielen und werden alles erdenklich mögliche versuchen die Schwierigkeiten zu überbrücken. Im äußersten Notfall würden wir auch „UNPLUGGED“ spielen.“ Das setzt natürlich Professionalität voraus, eine Playbackband könnte diese Leistung wahrscheinlich nicht erbringen! Ein Abreisen der Band ohne erbrachte Leistung bedeutet einen Vertragsbruch und muss von euch nicht bezahlt werden!

   5. „LIVE“? zu wieviel Prozent?

 Was bedeutet heutzutage das Wort „LIVE“ für eine Band? Die Ursprüngliche Idee dieses Begriffs war natürlich, dass alle Bandmitglieder ihre zeitgleiche, an Ort und Stelle erbrachte musikalische Leistung direkt übertragen und hörbar machen. Nur hat sich dieser Begriff in der heutigen Musikwelt leider weit gedehnt und Papier ist bekanntlich geduldig. Auf vielen HP unserer „Kollegen“ die musikalische Leistungen anbieten finden wir immer wieder Videos und Hörproben mit dem Zusatz „LIVE“. Zu 90% ist das nicht wahr. Einem Musiker fällt es natürlich leichter feine Unterschiede herauszuhören, aber was kann das Brautpaar tun um nicht einer lausigen Playbackband auf den Leim zu gehen? Hört euch die Hörproben aufmerksam an. Eine professionelle musikalische Leistung erkennt man nicht am Grad der Ähnlichkeit zum Original, sondern an einem deutlich hörbaren eigenem Stil, der trotzdem ein perfektes Gesamtbild ziert. Achtet darauf welche Instrumente hörbar sind. Oft spielt zum Beispiel ein Kontrabass statt einem elektrischen, eine E Gitarre statt einer akustischen oder gar ein Blasinstrument das jedoch in der Bandbesetzung gar nicht angeboten wird? In der ausgebuchten Band gibt es nur einen Sänger, warum hört man dann in der Hörprobe eine zweite Stimme im Refrain? LIVE ist das nicht möglich! Wenn ihr wirklich Wert auf eine „LIVE-Band „ legt, sollten der/die SängerInnen auch andere Hörproben zur Verfügung stellen wo der Gesang von nur einem Instrument begleitet wird, z.B. Gitarre oder Klavier. Wenn der Sound durchsichtiger und nicht so überladen ist, lässt sich die Professionalität der Gesangsstimme besser einschätzen. Es kann natürlich auch sein, dass ihr gerne den perfekten authentischen Coversongcharakter haben wollt und euch deshalb für eine Band entscheidet, die Samples (Playback-, Midifiles) verwendet. Das ist natürlich auch ok, sofern ihr wisst woran ihr seid! Macht euch klar, je weniger Bandmitglieder, desto schwieriger ist es einen satten Sound zu erzeugen der den Originalen gerecht wird. Erst ab einer Bandgröße von 4 kann man von einem vollen Tanzsound sprechen dem nichts fehlt! Für Playbackbands ist das natürlich auch zu zweit oder alleine möglich. Mehrerer Bandmitglieder zu bezahlen wäre hier leeres Geld. Denn oft kommt dann jemand der sich hinter ein gemutetes Keyboard stellt und nur so tut als ob! Das ist leider kein Einzelfall aber mit Sicherheit Betrug und Vertragsbruch! Stellt unbedingt die Frage: „Zu wieviel Prozent spielt ihr „LIVE“? oder „Benutzt ihr Computersamples?“ Eine echte „Liveband kann nur antworten:“Nein wir spielen zu 100% live!“